In einigen Teilen der Welt (in Deutschland nicht so sehr) haben sich dem Quadratraster überaus genau entsprechende Strassentopologieen entwickelt. Noch häufiger ist diese Anordnung, wenn man auch von einem Stadtzentrum ausgehende Strahlenmuster mit dazu rechtwinkligen Kreisen mit einbezieht. Im Folgenden habe ich versucht, ein paar Gedanken zu einer anderen Topologie zu sammeln: die hexagonale Anordnung mit 3 Strassenzügen im Winkel von 60 Grad statt zweier mit 90 Grad.

Ein grosser Vorteil dieser hexagonalen Anordnung ist natürlich, daß Weglängen meist sehr viel besser dem Luftlinien-​Ideal entsprechen. Nimmt man an, daß die Richtungen von zurückzulegenden Wegen gleichverteilt seien, ergibt sich unter Vernachlässigung von Zuführung auf das Raster dieses Bild:

Nur in dem Ausnahmefall, in dem eine zurückzulegende Strecke gerade die Richtung der Straßenzüge hat, entspricht sie dem Idealfall Luftlinie. Im Quadratraster ergibt sich im ungünstigsten Fall
Gleichzeitig ergeben sich allerdings bei gleichem Abstand paralleler Straßen doppelt soviele Kreuzungen entlang einer Strassenstrecke, wobei aber die Verkehrsleistung durch den dritten Strassenzug ebenfalls deutlich höher sein mag, so dass man hier vllt. zwecks besserer Vergleichbarkeit den Zahlenwert
Für dieses Problem gibt es aber eine Lösung: In einem ersten Schritt lassen sich die Strassenzüge als Einbahnstrassen gestalten, was zumindest den wünschenswerten Effekt hat, die Übersichtlichkeit der Kreuzung wesentlich zu erhöhen. Das sieht dann etwa so aus:
Dabei ergibt sich, dass jedes vierte Hexagon (in der Zeichnung grau statt farbig) sowie ebenfalls jedes vierte gleichseitige Verschnitt-​Dreieck (in der Zeichnung weiss statt farbig) von einem kontinuierlichen Umlaufsinn umgeben ist. Das Muster besteht aus folgender Kachel:
Ausgehend davon ist eine weitere Einschränkung leicht hinzunehmen: Nur abbiegen im 60 Grad Winkel. Da um die grauen Hexagone ein Kreisverkehr möglich ist, kann man von dort in alle Richtungen des Rasters gelangen. Und jedes zweite Hexagon in Fahrtrichtung rechts ist ein graues Hexagon. Es lassen sich also alle grauen Hexagone von grauen Hexagonen ausgehend erreichen. Passende Gestaltung der Ein- und Ausfahrten der übrigen Hexagone ermöglicht somit Erreichbarkeit aller Netzpunkte (Hexagone). Das kann z.B. durch einen zus. Inkreis in den Hexagonen geschehen:
Somit vereinfachen sich im Prinzip sämtliche Kreuzungen dahingehend, daß niemals abgebogen werden darf (ausser am Inkreis der Hexagone), was natürlich mit Brückenkonstruktionen ein komplett kreuzungsfreies Fahren ermöglicht! Man könnte z.B. die Straßenzüge der weiter oben bläulich gezeichneten Richtung komplett auf Dämmen führen und die gelblich gezeichneten komplett in Gräben. Die rötlichen Strassenzüge müssten dann abwechselnd über die gelben bzw. unter die bläulichen geführt werden.
Zweckmässig wäre dann noch, auch für Fussgänger gesonderte Über- und Unterführungen einzurichten. Es entstünde ein Betonbedarf, der allerdings in einem Verhältnis zur Bebauung stünde, für die die Stassen ja letzlich eingerichtet werden. In der obigen Zeichnung (Rastermass gegeben als Seitenlänge der Dreiecke: 50m), entfallen bspw. auf eine Brücken-​Kreuzung 2 Häuser (15mx10m: 4er MFH).
Zu beachten ist noch: Man will möglichst kein Erdreich transportieren, so daß Dammquerschnitt und Grabenquerschnitt (inetwa) gleich sein müssen. Also auch etwa: Grabentiefe
Die Fussgängerunterführungen hingegen können ggfls. ebenerdig sein. So bspw. bei der Wahl
